Finfluencer: Vier Fragen vor dem nächsten Krypto-Kauf

Ein Krypto-Tipp auf Instagram, TikTok oder YouTube kann wie eine persönliche Empfehlung wirken. Dahinter können jedoch wirtschaftliche Interessen stehen. Eine aktuelle BaFin-Umfrage zeigt: Rund 40 Prozent der befragten Kryptoanleger wussten nicht, dass Finfluencer für Empfehlungen häufig bezahlt werden.

Eine bezahlte Empfehlung muss deshalb nicht automatisch schlecht sein. Anleger sollten aber wissen, wer an ihrer Entscheidung verdient. Vor einem Kauf lohnt es sich daher zu prüfen: Wird der Finfluencer für die Empfehlung bezahlt? Gibt es einen Affiliate-Link oder eine andere Vergütung? Welche Risiken hat die Anlage? Und würde ich sie auch kaufen, wenn ich den Tipp nicht gerade gesehen hätte?

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Zeitdruck aufgebaut wird. Von den Befragten, die bereits einem Finfluencer-Tipp gefolgt waren, investierten 35 Prozent, weil ihnen vermittelt worden war, jetzt sei der richtige Zeitpunkt. 29 Prozent kauften, weil angeblich gerade viele andere zugriffen. Beides ist kein Beleg dafür, dass eine Anlage zum eigenen Vermögen und zur persönlichen Risikobereitschaft passt.

Auch eine große Zahl an Followern ersetzt keine Prüfung der Anlage. Gerade Kryptowerte können erheblich schwanken. Wer investieren möchte, sollte deshalb nicht nur Coin oder Token prüfen, sondern auch die Person hinter der Empfehlung. Je größer der erzeugte Zeitdruck und je unklarer das Verkaufsinteresse, desto mehr Grund gibt es, vor dem Kauf erst einmal nichts zu tun.

Quelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Umfrage zu sozialen Medien und Kryptoinvestments 2026.

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